Stuhl-Blut-Test

StuhlblutStuhl-Blut-Test

Es gibt zwei unterschiedliche Verfahren, um durch laborchemische Untersuchungen einen Anhalt dafür zu gewinnen, dass ein Patient an Darmkrebs leidet bzw. dass in seinem Darm Vorstufen eines Krebses (sog. Polypen) vorhanden sind.

Chemischer Test auf Blut im Stuhl

Der Patient bekommt hierzu drei Testbriefchen vom Arzt ausgehändigt, auf deren Innenseite er mit Hilfe eines kleinen Spatels geringe Mengen seines Stuhls aufbringt. Der Arzt kann dann mit Hilfe einer Art „Entwicklerlösung“ feststellen, ob sich roter Blutfarbstoff im Stuhl befindet. Dieses Testverfahren hat den Vorteil, dass es sehr preisgünstig und einfach anzuwenden ist. Leider werden nur etwa 9% der Krebsvorstufen erkannt. Erst große Polypen und bösartige Tumoren werden etwas zuverlässiger erkannt. Der chemische Stuhl-Blut-Test wird von den Krankenkassen komplett bezahlt.

Immunologischer Test auf Blut im Stuhl

Hierbei bekommt der Patient drei Röhrchen überreicht, in die er an drei unterschiedlichen Tagen jeweils eine kleinen Menge Stuhl eingefüllen muss. Die Auswertung der Teströhrchen erfolgt wiederum beim Arzt. Der Vorteil der Methode ist, dass zwar deutlich mehr krankhafte Veränderungen als beim chemischen Test erfasst werden. Da aber nicht alle Krebsvorstufen und nicht einmal alle Krebsgeschwüre bluten ist die auch die Sicherheit des inmmunologischen Stuhbluttests nur eingeschränkt. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten dieses Tests (ca. 15€) nicht.

Beide Testverfahren sind „besser als nichts“, sie ersetzen aber keeinesfalls die Vorsorge-Darmspiegelung, die als Goild-Standard der Darmkrebsvorsorge gilt.

Mehr zu den Untersuchungsmethoden zur Darmkrebsvorsorge finden Sie hier